Alex Machacek (* 1972 in Tulln an der Donau) ist ein österreichischer, in den Vereinigten Staaten lebender Jazz- und Fusion-Gitarrist und Komponist.
Alex Machacek stammt aus einer tschechischen Flüchtlings-Familie, die in den 1960er-Jahren nach Österreich kam. Er wuchs in Wien auf, wo er ab acht Jahren klassischen Gitarrenunterricht hatte. Vom Rock verlagerte sich in seiner Jugend das Interesse zum Jazz; frühe Vorbilder waren
Joe Pass,
Mike Stern oder
John Scofield. Mit 16 Jahren besuchte er das Wiener Konservatorium und studierte Jazzgitarre und trat daneben mit verschiedenen Gruppen im Spektrum von Dixieland Jazz, der Singer-Songwriter-Szene bis zu Pop-Coverbands auf. Unter dem Einfluss der Musik von
Allan Holdsworth und Frank Zappa entwickelte er seinen Stil weiter; prägenden Einfluss hatte besonders das Trommelsolo von
Terry Bozzio in Zappas „The Black Page” vom Album
Zappa in New York. 1993 besuchte er den Sommerkurs in Perugia, um anschließend am Berklee College of Music in Boston zu studieren und wieder in Wien den Abschluss in Jazz-Musikpädagogik zu erlangen.
1999 erschien sein erstes Soloalbum
Featuring Ourselves und er arbeitete mit Terry Bozzio bei Wiener Jazzfestival zusammen. 2001 entstand ein gemeinsames Album mit Bozzio und dem Saxophonisten Gerald Preinfalk
Delete and Roll unter der Bandbezeichnung
BPM. Mit der Band ging Machacek 2002 auf zwei Europatourneen. 2003 spielten Machacek und Bozzio mit dem früheren Zappa-Bassisten Patrick O’Hearn, deren Zusammenarbeit auf der DVD
Out Trio dokumentiert wurde. Machacek tourte außerdem mit seinem österreichischen Trio, zu dem der Bassist Raphael Preuschl und der Schlagzeuger Herbert Pirker gehörten. Seit 2004 lebt Machacek mit seiner Frau Sumitra in Los Angeles, wo er am
Musicians Institute arbeitet. 2007 spielte er in dem Bandprojekt UKZ mit Eddie Jobson, dem früheren King Crimson-Bassisten
Trey Gunn, Marco Minnemann und Aaron Lippert.